Sexuelle Neigungen und Abhängigkeiten Adolf Hitlers
Einführung
Adolf Hitler, Sinnbild des Bösen. Sein Leben ist von vielen Rätseln umgeben.

Laura Frost: „Wir werden seinem Rätsel weiter nachgehen.“


Neue Sichtweisen auf Hitler werden vorgestellt: bizarre sadomasochistische Sexualgewohnheiten, ein drogenabhängiger Diktator und eine unheilbare Krankheit, die Deutschland in die Niederlage führte.

Dr. Abraham Lieberman: „Er hatte Parkinson.“

Den Rätseln Hitlers auf der Spur. [Originaltitel: Hitler MEDICAL SECRETS]
Hitler. Der grausamste und bösartigste Diktator der Geschichte. Er ließ sechs Millionen Juden, drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene und Hunderttausende Roma, Homosexuelle und Menschen mit körperlichen Behinderungen ermorden. Im Weltkrieg brachte Hitler auch Deutschland unzählige Tote. Selbst heute, 60 Jahre später, geht die Suche nach den Rätseln hinter seinem Aufstieg und Untergang weiter. Es geht nicht darum, sein Handeln zu analysieren, sondern die Geheimnisse seines Körpers und seiner Psyche zu ergründen. Sie könnten den Lauf der Geschichte beeinflusst haben.
Hitlers Beziehung zu seiner Mutter




Hitler wurde 1889 im österreichischen Braunau geboren. Wurde seine verzerrte Denkweise durch Erlebnisse in der frühen Kindheit geprägt? Hitler war ein schwächliches Baby. Sein Vater Alois war sehr herrisch und scheint seinen Sohn geschlagen zu haben. Seine Mutter Klara neigte zu Niedergeschlagenheit. Sie suchte bei ihrem Sohn Adolf Trost und schlief sogar mit ihm im selben Bett.


„Der Hausarzt der Familie Hitler sagte, er habe noch nie eine so innige Beziehung zwischen Mutter und Sohn gesehen.“ GEORGE VICTOR, Autor von ‚Hitler: The Pthology of Evil‘



Im Juli 1907 wurde bei seiner Mutter Klara Brustkrebs diagnostiziert, und sie unterzog sich einer Brustamputation.Bei seinen Forschungen über Hitlers Jugend entdeckte der Psychohistoriker Rudolf Binion die Aufzeichnungen des jüdischen Arztes, der Klara behandelt hatte. Sie zeigen einen 17-jährigen Hitler, der sich an eine Behandlung klammerte, deren Sicherheit nicht erwiesen war. Klara wurden große Mengen Jodoform verabreicht, eines Desinfektionsmittels, das die Haut verätzt und Erbrechen sowie Halluzinationen hervorruft. Die Behandlung verursachte heftige Schmerzen.

„Durch die großen Mengen Jodoform sammelte sich das Gift im ganzen Körper seiner Mutter an. Hitler scheint darunter gelitten zu haben, sie so zu sehen. Sie starb am 21. Dezember.“ (Rudolf Binion)


Hitler versank in Trauer. In „Mein Kampf“ schrieb er: „— Es war ein schwerer Schlag. Meinen Vater hatte ich verehrt, meine Mutter aber geliebt.“Binion zufolge fühlte Hitler sich am Leiden seiner Mutter schuldig. Seine Wut richtete er jedoch nicht gegen sich selbst, sondern gegen den jüdischen Arzt. Minion sieht darin den Ursprung von Hitlers Antisemitismus.

„Seine Worte hatten keine Grundlage. Er begann, Juden als Giftmörder und Wucherer zu beschimpfen, weil ein Jude die Tragödie des Todes seiner Mutter verursacht hatte. Er richtete seinen Groll gegen alle Juden.“ RUDOLF BINION, Autor von „Hitler Among the Germans“


Es gibt noch eine weitere Merkwürdigkeit. Rudolph Binion vermutet, dass Hitlers verzerrte Gefühle gegenüber seiner Mutter auch sein männliches Selbstverständnis beeinflusst haben könnten. Nach Freuds Psychologie wirkt sich die Beziehung zur Mutter stark auf das spätere Sexualleben aus.
Hitlers Sexualleben


„Auch in Hitlers Erwachsenenleben finden sich keine Spuren eines Sexuallebens. Da er sich sexuell zu seiner Mutter hingezogen fühlte, konnte er sich vermutlich nicht von ihr lösen, sodass sich sein männliches Selbstverständnis nicht ausreichend entwickelte.“ RUDOLF BINION, Autor von „Hitler Among the Germans“




1908, kurz nach dem Tod seiner Mutter, ging Hitler nach Wien. Dort wollte er Maler werden. Seine Bilder spiegeln seine Eindrücke von Wien wider. Die Wiener Gesellschaft war in sexuellen Fragen tolerant. Dennoch mied Hitler Frauen.



Aus den fünf Jahren, die er in Wien lebte, gibt es keinerlei Hinweis auf eine sexuelle Beziehung zu einer Frau. Manche Historiker vermuten, dass er sexuelle Beziehungen zu Männern hatte.

„Hitler scheint in Wien zeitweise in einer ausschließlich Männern vorbehaltenen Einrichtung gelebt zu haben. Nach einer Theorie war diese Einrichtung ein Bordell. Es wird angenommen, dass er dort seine Homosexualität entdeckte.“ LAURA FROST, Autorin von Sex Drives: Fantasies of Fascism
Erster Weltkrieg – Gerüchte über Homosexualität



1914 zog der 25-jährige Hitler in den Ersten Weltkrieg. Offenbar hatte er auch an der Front Beziehungen zu Männern. Es gibt Aussagen von Zeugen, die ihn beim Geschlechtsverkehr mit einem Kameraden gesehen haben wollen. Einen sicheren Beleg für seine Homosexualität gibt es nicht. Einige Psychologen führen seine spätere Verfolgung Homosexueller jedoch darauf zurück, dass er seine eigenen Triebe unterdrückte.

1918 erleidet Deutschland im Ersten Weltkrieg eine demütigende Niederlage. Im Inland entstehen Arbeitslosigkeit und Hyperinflation. Der inzwischen 29-jährige Hitler tritt der späteren NSDAP bei und beginnt, Nationalismus und Antisemitismus zu propagieren. Er schreibt:‚— Die militärische Führung hat einen Fehler begangen: Sie hat nicht alle schmutzigen Juden hingerichtet, die zur Niederlage von 1918 geführt haben. Deshalb wollen wir die Juden jetzt durch deutsche Hand auslöschen.‘ Mit jeder weiteren Rede für die NSDAP wird Hitler bekannter. Auch damals war er noch immer unverheiratet.
Die Beziehung zur Nichte



Doch 1927 beginnt der 37-jährige Hitler mit einer Frau die wohl seltsamste Beziehung seines Lebens. Sie ist seine Nichte: Geli Raubal, gerade 18 Jahre alt. Es heißt jedoch, bei niemandem habe Hitler sich wohler gefühlt als bei ihr.



„Hitler genoss mit ihr Autofahrten über Land. Ob sie seine Geliebte oder lediglich seine Nichte war, ist eines der Rätsel um Hitler.“ RON ROSENBAUM, Autor von Explaining Hitler
Hitlers sexuelle Neigungen: Sadomasochismus
Geli zog bald zu Hitler. Über ihr Sexualleben lässt sich nichts Sicheres sagen. Während der fünf Jahre des Zusammenlebens hatten sie getrennte Schlafzimmer. Nach Angaben eines amerikanischen Nachrichtendienstes soll Hitler Geli jedoch zu sadomasochistischen Handlungen gezwungen haben.






„Manche Autoren schreiben, Hitler habe ungewöhnliche sexuelle Neigungen gehabt, unter denen Geli litt. Diese Neigungen waren masochistisch: Hitler konnte nur sexuell erregt werden, wenn man ihn mit Urin oder Kot beschmutzte.“ GEORGE VICTOR Autor von Hitler: The Pathology of Evil


Am 18. September 1931 wurde Geli blutüberströmt auf dem Boden ihres Schlafzimmers gefunden, mit einer Schusswunde in der Brust. Die Waffe war Hitlers Revolver. Geli starb mit 23 Jahren.

„Die Frage ist, ob es Selbstmord war. Eine verbreitete These lautet, dass sie sich das Leben nahm, weil sie Hitlers sexuellen Forderungen nicht länger nachkommen wollte. Sie wurde in den Selbstmord getrieben.“ LAURA FROST, Autorin von „Sex Drives: Fantasies of Fascism“

Die Wahrheit bleibt ungeklärt. Doch die Beziehung zu dieser Frau, mit der er es ernst gemeint hatte, endete tragisch. Hitler versank in Trauer. Seit Gelis Tod schien er keine persönlichen Beziehungen zu Frauen mehr eingehen zu wollen.


„Die Beziehung zu Geli war für Hitler wichtig. Geli scheint eine sehr freiheitsliebende Frau gewesen zu sein. Hätte ihre Beziehung angehalten, wäre er vielleicht normal geblieben. Doch mit Gelis Tod begann er einen unmenschlichen Weg einzuschlagen.“ LAURA FROST Autorin von Sex Drives: Fantasies of Fascism
Orgasmus während einer Rede


Nach Gelis Tod widmet Hitler seine ganze Energie der Politik und beginnt, seinen Sadomasochismus auf der Weltbühne auszuleben. Er kommt weder mit Frauen noch mit Männern zurecht und entwickelt schließlich eine geradezu krankhafte Besessenheit davon, politische Macht zu besitzen. Diese Leidenschaft zeigt sich in seinen Reden. Es wurden auch Hinweise gefunden, dass Politik für Hitler dasselbe bedeutete wie Geschlechtsverkehr. Seine eigene Stimme erregte ihn sexuell.


„Hitler sagte zwei Ärzten, dass er während seiner Reden zum Orgasmus komme. Das bereitete ihm Schwierigkeiten, und er bat die Ärzte um eine Behandlung, damit er beim Reden nicht sexuell erregt würde. Die Ärzte rieten ihm, der Natur ihren Lauf zu lassen. Denn ohne diese sexuelle Erregung würden seine Reden ihre Überzeugungskraft verlieren.“ GEORGE VICTOR Autor von Hitler: The Pathology of Evil

„Die Rede war für ihn der Geschlechtsakt. Er richtete seine gesamte Energie auf das deutsche Volk und berauschte sich an seinem eigenen heftigen Ton.“ RUDOLF BINION, Autor von „Hitler Among the Germans“

Die Reden ziehen die Deutschen in ihren Bann. Millionen werden von seinen Worten überwältigt.

„Keine Wochenschau vermittelt wirklich zutreffend, welche Wirkung Hitler als Person ausübte. Menschen wurden bei seinen Worten ohnmächtig und sprachen über ihn, als wären sie sexuell erregt. Nicht nur Frauen.“ RON ROSENBAUM, Autor von „Explaining Hitler“





Beginn der rätselhaften Injektionen


Hitler gab selbst zu, kein Interesse an Frauen zu haben. Er erklärte, Deutschland sei seine Braut. So festigte sich seine antisoziale Persönlichkeit.

Seine sadistischen Neigungen und antisemitischen Vorstellungen flossen nun vollständig in Politik und Machtstreben ein. Es entstand die Persönlichkeit, die den Zweiten Weltkrieg und den Massenmord auslösen sollte. Er brachte Europa die Zerstörung. Angetrieben wurde er dabei von einem Arzt und einer geheimnisvollen Spritze.
1935 war Hitler der mächtigste Mann Deutschlands. Mit den Nürnberger Gesetzen verbot er Juden die Ehe mit Deutschen und entzog ihnen ihre politischen Rechte. Rasch rüstete er auf und ließ Truppen ins Rheinland einmarschieren. Das war ein Verstoß gegen den Versailler Vertrag.

Etwa zu dieser Zeit begann Hitler, sich von einem merkwürdigen Arzt namens Morell behandeln zu lassen. Morell spritzte ihm ein geheimes Mittel, das er selbst zusammenstellte. In den folgenden Jahren entwickelte sich Hitler zum größten militärischen Führer der Geschichte. Lag es an den Spritzen? Was enthielten sie?
Der Psychiater Leonard Heston richtete sein Augenmerk auf Hitlers Gesundheitszustand.

„Ich kann die Krankheit nicht genau benennen, aber er war eindeutig krank. Die Symptome sind so rätselhaft, dass ich keine Diagnose stellen kann.“ LEONARD HESTON Autor von Hitler: A Medical Descent


Die größte Frage betraf den raschen Wandel seines Verhaltens. Anfangs war Hitler ein Stratege, der seine Pläne sorgfältig ausarbeitete. Doch allmählich wurde er impulsiv und konnte seine Wut nicht mehr beherrschen. Seltsamerweise war er selbst in schwierigen Situationen guter Laune.Heston untersucht die Ursachen dieser zunehmenden Stimmungsschwankungen. Hitler fürchtete Krankheiten. Vielleicht wegen des Todes seiner Mutter hatte er Angst vor Krebs. Er bevorzugte neuartige Medikamente aus natürlichen Bestandteilen.

„Hitler beschäftigte sich sehr mit seiner Gesundheit. Er verlangte einen vollkommen unbefleckten Körper. Für den Staat galt dasselbe. Seine Vorstellung war, alles auszumerzen, was er als unvereinbar mit einem idealen Staat ansah.“ LAURA FROST, Autorin von „Sex Drives: Fantasies of Fascism“
Hitler schrieb: ‚Wer nicht die Kraft besitzt, seine eigene Gesundheit zu erhalten, hat kein Recht, in dieser leidvollen Welt zu leben.‘


Heston untersuchte auch den Arzt Morell. Dieser behandelte vor allem prominente Patienten. 1936 begann er, Hitler zu behandeln. Hitler litt an einer Erkrankung des Verdauungssystems. Heston vermutet, dass die Schwellungen und Schmerzen im Bauch von Gallensteinen herrührten.


Morell verschrieb ein seltsames Mittel: Kapseln mit lebenden Bakterien, die aus den Ausscheidungen bulgarischer Bauern gezüchtet worden waren. Hitler war mit der Wirkung dieses wissenschaftlich nicht begründeten Medikaments zufrieden. Über mehrere Jahre verschrieb Morell immer neue Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, dumpfe Schmerzen, Schlaflosigkeit und andere Leiden. Zum Blutentzug setzte Morell Blutegel ein.

Etwa ab 1941 begann Morell, ein merkwürdiges Gemisch zu spritzen. Er bezeichnete es als Vitaminpräparat. Heston suchte jemanden auf, der diese Injektionen beobachtet hatte: Hitlers persönlichen Diener Heinz Linge.

„Linge zufolge wurde Hitler nach einer Spritze sofort wieder munter und leitete die Kampfhandlungen. Die Wirkung soll im selben Augenblick eingesetzt haben, in dem die Nadel einstach. Mit einer Vitaminspritze lässt sich das medizinisch jedoch nicht erklären. Das ergibt überhaupt keinen Sinn.“ LEONARD HESTON Autor von Hitler: A Medical Descent
Abhängigkeit von Aufputschmitteln

Heston beschloss, den Inhalt dieser rätselhaften Spritze zu untersuchen. Bei der National Archives and Records Administration gab es einen Mikrofilm mit den medizinischen Aufzeichnungen von Dr. Morell. Er las sie gründlich, doch die Wahrheit fand er nicht heraus. Schließlich erfuhr er, dass ein Arzt Morells Arzneimischungen während des Krieges heimlich analysiert hatte. Dessen Bericht war jedoch wegen seines ungünstigen Inhalts von Hitlers Vertrautem Heinrich Himmler vernichtet worden. Die Spritze hatte Methamphetamin enthalten. Hitler war abhängig von Aufputschmitteln.
Im Zweiten Weltkrieg verwendete die deutsche Wehrmacht Amphetamin. Dieses Aufputschmittel wurde auch als Droge der Nazis bezeichnet. Es erhöht die Konzentration von Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Es macht wach, steigert aber zugleich die Aggressivität und kann psychische Störungen auslösen. SA-Männer nahmen Aufputschmittel, um weiter vorzurücken, Luftwaffenpiloten, um wach zu bleiben, und Hitler, um seine Herrschaftskraft zu erhalten.
Aus den Krankenakten geht hervor, dass Hitler Ende der dreißiger Jahre begann, Aufputschmittel in Tablettenform einzunehmen. Damals betrieb er eine kühne, einschüchternde Außenpolitik. Zuerst annektierte er Österreich, dann Teile der ehemaligen Tschechoslowakei. Militärische Gewalt kam dabei nicht zum Einsatz.

„Mit seiner aggressiven Diplomatie setzte Hitler die Politiker der europäischen Länder unter Druck. Vermutlich nahm er bei der Vorbereitung auf Konferenzen Amphetamintabletten.“ LEONARD HESTON Autor von Hitler: A Medical Descent
Der Überfall auf Polen und das Nägelkauen
Hitler war stets kühn, auch in militärischen Dingen. Im September 1939 überfiel er Polen. Seine Strategie war der Blitzkrieg: ein klar anvisiertes Ziel und ein überraschender Angriff. Innerhalb weniger Monate eroberten die nationalsozialistischen Truppen nacheinander die Länder Westeuropas.

Im Juni 1941 begeht Hitler einen Fehler. Mit dem Einmarsch in die Sowjetunion löst er einen Krieg aus. Es war eine leichtfertige Entscheidung. Heston vermutet, dass dieser waghalsige Entschluss unter dem Einfluss von Amphetamin zustande kam.
Anfangs waren die deutschen Truppen überlegen. Doch der sowjetischen Armee gelang die Wende. Sie hatte auf den strengen Winter gewartet. Die Temperaturen fielen auf minus 40 Grad Celsius. Zum ersten Mal begann Hitler, die Belastung des Krieges zu spüren. Heston vermutet, dass Morell zu dieser Zeit von Tabletten auf Injektionen von Aufputschmitteln umstellte.

„Wer wie Hitler vor dem Angriff auf Moskau einen Erregungszustand aufrechterhalten will, muss häufig Aufputschmittel nehmen. Hitler ließ sich nach jeder schlechten Nachricht eine Spritze geben.“ LEONARD HESTON, Autor von „Hitler: A Medical Descent“
Doch der Körper gewöhnt sich rasch an das Mittel. Um dieselbe Wirkung zu erzielen, müssen die Injektionen häufiger werden. Tatsächlich nahm Hitler Mengen zu sich, die eine Abhängigkeit verursachten.


„Nach der Ankunft in Stalingrad begann Hitler, an der Haut um seine Fingernägel zu kauen. Offenbar war dies eine Angewohnheit. Doch dieses Verhalten ist typisch für Menschen, die Amphetamin einnehmen, und verdient Beachtung.“ LEONARD HESTON Autor von ‚Hitler: A Medical Descent‘
Plötzliche Wutausbrüche



Plötzliche Wutausbrüche sind eine Nebenwirkung von Amphetamin. Hitler konnte seinen Zorn nicht mehr beherrschen. Selbst Gestapochef Himmler begann, sein Verhalten als seltsam zu bezeichnen. Offenbar beeinflusste Amphetamin auch Hitlers Denkprozesse.

„Bei einer Abhängigkeit wird das Denken unnatürlich; man kann nicht mehr so denken wie zuvor. Auch die Flexibilität, andere Möglichkeiten zu erwägen, geht verloren. Hitler zeigte sämtliche Symptome. Das war ein sehr ernstes Problem.“ LEONARD HESTON Autor von Hitler: A Medical Descent

1943 gerieten die deutschen Truppen in der Sowjetunion in Bedrängnis. In der strengen Winterkälte wurden zwei deutsche Verbände von sowjetischen Truppen eingekesselt. Ihre Befehlshaber sprachen sich für die Kapitulation aus. Hitler änderte seine Strategie jedoch nicht, möglicherweise infolge seines Amphetaminmissbrauchs. Er verweigerte den Rückzug und zwang die Truppen zum Weiterkämpfen. Dadurch verlor die deutsche Armee Zehntausende Soldaten.


Schließlich kapitulierten sie in Stalingrad. Hitler erlitt eine schwere Niederlage. Die bis dahin als unbesiegbar geltende deutsche Armee bekam Risse.
Heston zufolge veränderten ein Arzt und ein Aufputschmittel die Geschichte. Seine Entdeckungen erklärten einen Teil von Hitlers Verhalten. Die Medikamente machten Hitler aggressiv und später leichtsinnig. Das war die Wirkung der Aufputschmittel. Doch nicht sie, sondern eine Krankheit trieb ihn in den endgültigen Untergang.


1940 verfügte Hitler über die stärkste Armee und bezog seine Energie aus Amphetamin. Nacheinander fiel er in die Länder Westeuropas ein. Die nationalsozialistischen Truppen griffen Norwegen, Dänemark, die Niederlande und Belgien an. Schließlich eroberten sie das wichtigste Ziel: Frankreich. Doch Hitlers Erfolgsserie hielt nicht an.
Dr. Abraham Liebermans Parkinson-These


Ein Forscher stellte eine neue These auf: Eine unheilbare Krankheit habe Hitler ins Verderben gestürzt. Hitler habe verloren, weil er an einer bestimmten Krankheit litt.
Der Schauplatz ist Brooklyn. Ein amerikanischer Junge entwickelte ein starkes Interesse an den grausamen Nazis.


„Als ich ein Junge in Brooklyn war, war Hitler für uns der Teufel. Warum wollte Hitler mich töten? Warum wollte er die Juden töten? Deutschland und Hitler gingen mir nie mehr aus dem Kopf.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M.D. National Parkinson Foundation

Auch nach Beginn seines Medizinstudiums beschäftigte ihn diese Frage weiter. Selbst als Spezialist für Parkinson verlor er das Interesse daran nicht. 1992 erfuhr der Arzt von Wochenschauaufnahmen Hitlers.



Hitler achtete sorgfältig auf sein Image. Alles, was Schwäche zeigte, wurde verborgen. Doch eine Aufnahme blieb unverdeckt erhalten. Dr. Lieberman sieht sie sich an. Es sind schwedische Aufnahmen von 1945. Sie zeigen einen Hitler, wie ihn sonst nur seine engsten Mitarbeiter kannten.

„Hitler geht. Achten Sie auf seine linke Hand. Sie wirkt entspannt, aber man sieht, dass sie zittert. Es sieht aus, als mache er kleine kreisende Bewegungen mit der Hand. Das ist eindeutig ein Symptom der Parkinsonkrankheit.




Ein Neurologe erkennt auf den ersten Blick, dass er an Parkinson leidet.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M.D. National Parkinson Foundation

Eine erschütternde These: Hitler, der sich als starker und gesunder Arier präsentierte, könnte an einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung gelitten haben. Parkinson entsteht durch eine Schädigung der Substantia nigra im Mittelhirn. Dort wird Dopamin gebildet, ein Botenstoff, der die Körperbewegungen unterstützt. Die Parkinsonkrankheit wird durch einen Rückgang dieses Dopamins verursacht. Bei Dopaminmangel tritt zunächst Zittern auf. Dann lässt die Denkfähigkeit nach, schließlich versteifen sich die Muskeln vollständig, und der Tod tritt ein. Da es damals keine Behandlung gab, nahmen die Funktionen von Hitlers Gehirn und Körper unaufhaltsam ab.


Der Doktor suchte nach Belegen dafür, dass Hitler an dieser Krankheit litt. Zunächst wollte er frühe Parkinson-Symptome erkennen und von dort aus den Verlauf nachvollziehen. Er trug 300 Stunden Filmaufnahmen Hitlers zusammen und untersuchte sie in zeitlicher Reihenfolge mit dem Blick eines Gutachters.



„Ich begann damit, riesige Mengen Filmmaterial aus den zwanziger und dreißiger Jahren anzusehen. Dabei stellte ich fest, dass Hitler bis 1932 bei seinen Reden mit beiden Händen gestikulierte.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M. D., National Parkinson Foundation




Danach benutzte er die linke Hand jedoch nicht mehr. Meist hielt er sie mit der rechten fest. Dr. Lieberman bezeichnet dies als frühes Symptom der Parkinsonkrankheit. Hitler zeigte demnach bereits mit 43 Jahren Anzeichen von Parkinson.Parkinson tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Manche erkranken wie Hitler vor dem 50. Lebensjahr, doch solche Fälle machen nur ungefähr 10 % aus. Hier stellt sich eine Frage: Warum bemerkten die Menschen um ihn herum seine Krankheit nicht?

„Alle müssen es bemerkt haben. Doch in den Büchern der Menschen, die Hitler aus der Nähe erlebten, wird Parkinson nicht erwähnt. Warum nicht? Das ist die Frage.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M. D. National Parkinson Foundation



Nach Ansicht des Arztes verbarg Hitler die Symptome, damit das Volk nichts von seiner Krankheit erfuhr. Er veröffentlichte nur Fotos, auf denen er stattlich wirkte.




Hitler, der durch seine Reden große Macht erlangt hatte, zeigte sich immer seltener öffentlich, um sein Bild als reinblütiger Arier zu bewahren.Sein Leibarzt Morell, links im Bild, diagnostizierte etwa 1940 Parkinson. Damals bedeutete diese Diagnose den Tod. Medikamente wie L-Dopa, die das Fortschreiten der Krankheit aufhalten konnten, gab es noch nicht.

„Als Hitler erfuhr, dass er wegen seiner Parkinsonkrankheit nur noch drei bis vier Jahre zu leben hatte, geriet er unter Zeitdruck. Ihm blieb nicht genug Zeit. Um ganz Europa einschließlich der Sowjetunion zu erobern, musste er sofort handeln.“ JOHN LATTIMER, M.D. Autor von „Hitler’s Fatal Sickness“




Hitler zog seinen ursprünglichen Zeitplan vor. Er marschierte in die Sowjetunion ein und begann dort leichtfertig einen Krieg. Infolgedessen erlitt Hitler seine erste schwere Niederlage, und von da an wendete sich das Kriegsgeschehen. Warum verhielt er sich so untypisch? Vielleicht lag es am Amphetamin.Plausibler ist jedoch, darin den Versuch des schwer erkrankten Hitler zu sehen, seinen eigenen Tod zu besiegen. Zu dieser Zeit nahm auch die Verfolgung durch Hitler immer größere Ausmaße an. Juden, Homosexuelle und Roma wurden in Konzentrationslager gebracht. Kranke und Menschen mit Behinderungen ließ er durch „Euthanasie“ töten. Vielleicht entsprang dieses Handeln seinem Groll über die eigene Krankheit.


1944 konnte Hitler der Parkinsonkrankheit schließlich nicht mehr standhalten. Mit 55 Jahren sah er aus wie ein Siebzigjähriger. Er zitterte, taumelte und schleppte die Füße nach. Trotzdem bewahrten seine treuen Vertrauten das Geheimnis bis zuletzt.

„Vertraute, Bedienstete, Sekretärinnen, Eva Braun, Goebbels – alle schwiegen. Niemand aus Hitlers engem Umfeld sprach über die Parkinsonkrankheit.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M.D. National Parkinson Foundation
Fortschreitende Krankheit und irrationale Entscheidungen


Infolge seiner Krankheit konnte Hitler keine angemessenen Entscheidungen mehr treffen. Er wurde unentschlossen, und auch in seinen Äußerungen und seinem Verhalten zeigten sich Auffälligkeiten. Dann beging er einen entscheidenden Fehler, der zur Niederlage führen sollte. Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten in der Normandie in Frankreich. Hitler hatte den Überraschungsangriff an sich vorausgesehen, sich jedoch im Ort geirrt. Er hatte auf Calais bestanden, etwa 240 km von der Normandie entfernt. Hitler reagierte zunehmend verzögert, vermutlich wegen seiner Parkinsonkrankheit. Die militärischen Befehlshaber forderten den Einsatz von Panzerverbänden. Doch Hitler lehnte ab. Nach einiger Zeit gab er der Forderung nach. Aber es war zu spät. Die Alliierten gewannen die Oberhand und rückten zur Befreiung Europas weiter vor.
Hitler mag ein hervorragender Stratege gewesen sein. Doch der Bedrohung durch Parkinson war er nicht gewachsen. Man kann sagen, dass die Alliierten und die Krankheit Adolf Hitler in die Niederlage trieben. Allerdings starb er nicht an der Krankheit. Nun wird endlich das Rätsel um seinen Tod gelüftet.

Im Januar 1945 geriet Hitler immer weiter in die Enge. Die sowjetischen Truppen standen nur noch gut 60 Kilometer vor Berlin. Die Briten bombardierten die Stadt. Auch die Amerikaner kannten keine Schonung. Die einst lebendige Metropole wurde größtenteils zu Ruinen.


Hitler und seine Vertrauten versteckten sich im Berliner Bunker. Tief unter der Reichskanzlei angelegt, schützte er sie vor den Bombenangriffen.
Hitlers Zustand war ernst. Neben der Parkinsonkrankheit erlitt er auch einen Schlaganfall. Sein Gehirn und die Blutgefäße im ganzen Körper waren geschädigt.

„Sein Tod rückte näher. Auch körperlich ging es ihm sehr schlecht. Zuletzt stellte man alle paar Meter eine Bank auf, damit Hitler sich überhaupt noch fortbewegen konnte.“ JOHN LATTIMER, M.D. Autor von „Hitler’s Fatal Sickness“



„Er sabberte. Er war zusammengekrümmt, und seine Hände hörten nicht auf zu zittern.Er konnte nicht mehr wie früher umhergehen oder Menschen anschreien. Er bot einen sehr jämmerlichen Anblick.“ ABRAHAM LIEBERMAN, M.D. National Parkinson Foundation
Entschluss zum Selbstmord – Mögliche Impotenz


Hitler verlor zunehmend den Verstand und erkannte, dass es keine Hoffnung mehr gab. Er beschloss, sich das Leben zu nehmen. Im Angesicht seines Todes entschied er sich endlich, Eva Braun zu heiraten, die Frau, die seit 15 Jahren an seiner Seite lebte. Ob er auch mit ihr eine sexuelle Beziehung hatte, ist ungewiss. Möglicherweise hatten die beiden nicht einmal in ihrer Hochzeitsnacht Geschlechtsverkehr. Hitler könnte aufgrund seiner Parkinsonkrankheit impotent gewesen sein.
Am Tag nach der Hochzeit, um 15.30 Uhr, vollzieht Hitler seine letzte Handlung.

„Hitler und Eva Braun gehen gemeinsam ins Arbeitszimmer, schließen die Tür und verschwinden. Sie sollen sich … umgebracht haben. Die Wahrheit blieb jahrelang ein Rätsel.“ DONALD McKALE Autor von Hitler: The Survival Myth

Die sowjetische Armee verkündete, sie habe Hitlers Leichnam im Bunker gefunden. Tatsächlich hatte sie ihn jedoch nicht gesehen. Stalin sagte, Hitler sei wohl geflohen und habe viele Rätsel hinterlassen.
「Soviet Investigators Find No Hitler Clew in Berlin Search」(Sowjetische Ermittler: Auch die Suche in Berlin ergibt keine Spur von Hitler.)
「Russians Believe Hitler Fled Berlin; Body Not Yet Found」(Die Russen glauben, Hitler sei aus Berlin entkommen; die Leiche wurde nicht gefunden.)
「Hitler Shot by General, Swiss Are Told」(Hitler wurde vom Oberbefehlshaber erschossen; Schweizer Quelle)
「HITLER IS ALIVE」(Hitler lebt.)
Heute, 60 Jahre nach Hitlers Tod, wird endlich bekannt, was mit seinem Leichnam geschah. Es ist eine Zeugenaussage aufgetaucht, wonach nach seinem Selbstmord mit einer Schusswaffe Benzin über seinen Körper gegossen und dieser zweieinhalb Stunden lang verbrannt wurde.


„Wenn ein menschlicher Körper verbrennt, schmilzt durch die Hitze die Haut. Der Schädel kann platzen. Fett und Flüssigkeit gehen verloren, und der Körper beginnt zu schrumpfen. Was geschieht, wenn er danach noch eine Stunde brennt? Er verkohlt vollständig. Nach zwei Stunden ist er zu Asche geworden.“ DONALD McKALE Autor von ‚Hitler: The Survival Myth‘




Eine Leiche wurde nicht gefunden. Nicht etwa, weil er geflohen wäre, sondern weil alles zu Asche geworden war. Auch neue Erkenntnisse über Hitler können seine Verbrechen nicht rational erklären. Neue Tatsachen über seinen Gesundheitszustand könnten jedoch ermöglichen, seine Entscheidungen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.Weil Hitlers Leben viele Rätsel birgt, behandeln manche es wie einen Mythos. Doch die Krankenakten sprechen eine eindeutige Sprache.
Hitler, der Diktator, der als Sinnbild des Bösen galt: Er wurde abhängig von Aufputschmitteln, litt unter Krankheiten und nahm sich schließlich das Leben.
〈Ende〉






